Mittwoch, 15. Mai 2013

Discover Fuerteventura

„Discover Fuerteventura“ ist eine Art Schnitzeljagd, bei der die Spieler an acht über ganz Fuerteventura verteilte Orte geschickt werden, um dort kleine Rätsel zu lösen. Die Lösungen dieser Rätsel ergeben dann den neunten Ort, den man besuchen muss, um dort einen kleinen Schatz zu suchen. Man kann dieses Spiel alleine, zu zweit oder mit einer kleinen Gruppe, z.B. mit der ganzen Familie, spielen. Was man dafür braucht, ist ein Mietwagen und ein GPS Empfänger (oder ein GPS-fähiges Handy), mit dem man die angegebenen Orte mit den Rätseln finden kann. Das Spiel ist auch sehr gut geeignet, die Vorfreude auf den Urlaub zu steigern. Warum soll man nicht einfach versuchen, das Rätsel schon zu Hause lösen. Mit etwas Kombinationsgabe, einem Atlas (oder Google Earth) und dem Internet kann man ziemlich weit kommen. Um einen Besuch des letzten Orts kommt man natürlich nicht herum, denn den „Schatz“ kann man nur vor Ort finden.

Wer sich an diesem Spiel versuchen will, kann alle Aufgaben und Bemerkungen des Autors und anderer Spieler auf der Seite von Geocaching.com nachlesen. Ich werde hier beschreiben, wie man einige der Rätsel mit Verstand, Erfahrungen von früheren Besuchen auf Fuerteventura und dem Internet lösen kann. Dabei will ich mich bemühen, möglichst wenig über das Ziel zu verraten. Dass ich vielleicht ein paar Lösungen nicht verheimlichen kann, ist allerdings unvermeidlich, da sie geradezu offensichtlich sind. Trotzdem sollte jeder, der das Rätsel selbst lösen will, nicht zu schnell lesen, um nicht „versehentlich“ auf die Lösung zu stoßen.

Von einer richtigen Schnitzeljagt unterscheidet sich dieses Spiel u.a. dadurch, dass man alle Etappen von Anfang an kennt. Man muss also nicht unbedingt zuerst die erste Aufgabe lösen, um das zweite Ziel zu erfahren. Man kann sich den Aufgaben in beliebiger Reihenfolge widmen. Die Lösungen der Aufgaben sind nur zum Bestimmen des letzten Ziels erforderlich. Und auch da weiß man von Anfang an, wie die einzelnen Lösungen kombiniert werden müssen.

Die Ziel-Koordinaten sind in Form zweier Formeln von Anfang an bekannt. Diese lauten

Breite: N 2(A+5)° (B-2),ACE
Länge: W 0(G+12)° 0(D+1),(F-2000+H+154)

Die Buchstaben A bis H sind die Lösungen der einzelnen Rätsel.

A: Aus wie vielen „E“ besteht der Name eines (ganz bestimmten) Eiscafé in Jandía Playa?

B: Wie viele Kinder gucken am Kreisverkehr vor dem Hotel Iberostar in den Himmel?

C: Wie viele Leuchttürme gibt es auf Lobos?

D: Wie viele rote Streben ragen am Tor (der Cueva del Llano) gen Himmel?

E: Wie viele Buchstaben hat das Wort (das mit „R“ beginnt und mit „n“ endet) an der Außenfassade eines bestimmten Gebäudes im Ecomuseo de la Alcogida bei Tefia?

F: Im welchen Jahr wurden die beiden Bronzestatuen an der nördlichen Zufahrt nach Betancuria errichtet.

G: Wie viele Zuckerwürfel würden gerne in den Kaffee fallen?

H: Wie weit ist es (von der achten Station) bis Ajuy?

Wenn man die Lösungen kennt, muss man die Rechnungen in den Klammern ausführen und die Ergebnisse an Stelle der Klammern einsetzen. Anstelle von ACE in der ersten Formel muss man einfach die drei Lösungen nebeneinander schreiben.

Wir stellen zuerst einmal die Vermutung an, dass sich das Ziel irgendwo auf Fuerteventura befindet. Diese Annahme ist zwar nicht absolut sicher, aber es ist kaum Anzunehmen, dass uns der Autor dieses Spiels zur Lösung nach Lanzarote oder wer weiß wohin schicken will. Nehmen wir also erst einmal einen Atlas (oder Google Earth) zur Hand, und sehen nach von Fuerteventura eigentlich liegt.

Fuerteventura liegt, großzügig geschätzt, zwischen N28° 0.000 und N28° 59.999 sowie zwischen W13° 40.000 und W14° 40.000.


Die Breite von Fuerteventura beginnt also immer mit N28° Wenn wir das mit der Formel für die Breite vergleichen, dann sollten wir die Lösung des ersten Rätsels (A) schnell ausrechnen können. Wir können uns das Eiscafé aber auch einfach auf Street View ansehen. Das bringt uns aber nicht wirklich weiter. Es hat jedoch den Vorteil, dass ich Jandía Playa nicht besuchen musste. Ich mag den Ort nicht wirklich und außerdem ist der Name des Eiscafé Programm – der Stoff soll süchtig machen…


Die Breite muss mit W13° oder W14° beginnen. Es gibt also nur zwei Lösungen für G. Wenn wir uns die Formel für die Breite etwas genauer ansehen, bemerken wir, dass die Minutenzahl mit 0 beginnt. Das Ziel muss also entweder zwischen W13° 00 und W13° 10 oder zwischen W14° 00 und W14° 10 liegen. W13° kommt also nicht infrage, denn wir sollen ja zum Ziel wandern und nicht schwimmen. Es kommt also nur noch eine Lösung für das 7. Rätsel in Betracht.

Als ich meine Lösung vor Ort überprüfen wollte, hatte ich ein kleines Problem. Das Schild mit der Lösung war von einem Busch halb verdeckt. Immerhin habe ich die Tasse und die Zuckerwürfel erkennen und zählen können.

Wir kennen jetzt auch G und wissen, dass sich das Ziel in einem Streifen befindet, der etwa zwischen Costa Calma und Las Playitas entlang führt.


Die Lösung für B konnte ich im Internet nicht zuverlässig recherchieren. Auf dem Kreisverkehr befinden sich zwei Gruppen von Kindern und der Kreisverkehr sieht von oben wie ein großen Ying und Yang Symbol aus. Ich ging daher erst einmal davon aus, dass, wenn eine Gruppe nach oben sieht (was ich auf Street View deutlich erkennen konnte), die andere wohl nach unten sehen muss. Ich zählte also die Kinder in der einen Gruppe, war mir aber nicht sicher, ob auf den Bildern auch wirklich alle zu sehen waren. Je nach Blickwinkel kam ich auf 12 oder 13 als Lösung für B. Demnach hätte das Ziel ungefähr auf einer Linie zwischen La Pared und La Lajita liegen müssen. Das passte aber nicht dazu, dass der Weg zum Ziel ein Pilgerweg sein soll. In der Gegend ist mir einfach kein Pilgerweg bekannt. Also mussten wohl doch alle Kinder nach oben sehen. Und in dem Bereich gibt es wirklich einen Pilgerweg. Diese Vermutung wurde auch durch ein Foto bestätigt, das auf der Webseite zu sehen ist. Da ist ein Ausblick über ein Tal mit einer kleinen Brücke über eine tiefe Schlucht zu sehen. Ich erkannte diesen Ort, da ich ihn schon mehrmals besucht hatte. Bei meinen letzten Besuchen war da zwar nie eine Brücke gewesen aber ich erinnerte mich daran, dass ich dort vor längerer Zeit einmal die Reste einer Brücke gesehen hatte. Man hatte die Brücke inzwischen also wohl wieder aufgebaut.

Zu diesem Zeitpunkt war ich mir ziemlich sicher, das Ziel der 9. Etappe zu kennen. Aber natürlich wollte ich alle Rätsel lösen. Einfach so auf einen Punkt in einem etwa 80 km² großen Gebiet tippen, wollte ich nun auch wieder nicht.


C kann man ziemlich leicht im Internet nachsehen. Wie viele Leuchttürme wird es auf einer so kleinen Insel schon geben… Einen muss es mindestens geben. Denn in dem wurde die Schriftstellerin Josefine Pla geboren. So steht es jedenfalls im Internet. Ich konnte aber keinerlei Hinweise auf weitere finden.


Auch F kann man im Internet recherchieren. Trotzdem sollte man auf dem Weg nach Betancuria dort anhalten und die Aussicht genießen. Und sich darüber amüsieren, dass eine der Hinweistafeln mit dem Vermerk „Enero de 1006“, also Januar 1006, datiert ist. Dafür ist die Tafel noch sehr gut erhalten und mir war nicht bewusst, dass die Einheimischen damals schon Spanisch sprachen.


Weiter kam ich bei meinen Überlegungen allerdings nicht. Die Lösungen für D, E und H (und eigentlich auch für B) musste ich in den letzten Tagen vor Ort recherchieren.


Zum Schluss noch zwei Bemerkungen.

Die Cueva del Llano ist zurzeit für Besucher geschlossen. Es fehlt an Geld (ca. 150 000€), einen Wasserschaden zu beseitigen. Vielleicht kann ja jemand, der wirklich einen Schatz gefunden hat, helfend unter die Arme greifen. Die Höhle ist (war) wirklich sehenswert. Das Tor ist aber immer noch gut zugänglich, so dass die Lösung vor Ort bestimmt werden kann. Es fehlt allerdings das Abenteuer unter der Erde.

Das Ziel befindet sich in einer Schlucht und das GPS spielt dort manchmal ziemlich verrückt. Die Abweichung zwischen den errechneten und den tatsächlich gemessenen Koordinaten kann also ziemlich stark abweichen. Als ich dort war und den Cache bereits in Händen hielt, zeigte mein GPS auf eine etwa 20m weit entfernte Stelle, die ich ohne Seil nicht hätte erreichen können. Der versteckte Hinweis auf der Webseite des Autors sollte aber die letzten Zweifel ausräumen.

Dienstag, 14. Mai 2013

Betancuria

fv13-0028Dieses idyllische Städtchen war einst die Hauptstadt Fuerteventuras. Gegründet wurde die Stadt 1405 kurz nach der Eroberung der Insel durch Jean de Béthancourt. Schon bald darauf wurde auch die Kathedrale erbaut und der Ort zum Bischofssitz für die Kanarischen Inseln ernannt. Einen Bischof hat es hier jedoch nie gegeben.

Die Lage in diesem auch heute noch schwer zugänglichen Tal sollte die Stadt vor Piratenangriffen schützen. Genützt hat das wenig, denn die erste Kathedrale wurde 1539 von Piraten zerstört. Die heute noch bestehende Iglesia de Santa Maria wurde 1620 erbaut. Im direkt neben der Kirche liegenden Pfarrhaus befindet sich heute das Museo de Arte Sacre, in dem man eine Sammlung historischer und zeitgenössischer Kunst- und Kulturgegenstände besichtigen kann.

fv13-0029Auf der anderen Seite des Tals, direkt an der Hauptstraße, befindet sich die Casa Museo de Betancuria. Hier erhält man einen Einblick in die Geschichte Fuerteventuras. In einigen Vitrinen werden alte Hausgeräte, antike Waffen und eine Urkunde über die Eroberung der Insel ausgestellt. Die Highlights sind jedoch eine altkanarische Mumie und die zwei Kanonen vor dem Eingang des Museums.

Wenn man Betancuria in Ruhe entdecken möchte, dann sollte man früh, vor den ersten Bussen der Inselrundfahrten, dort sein oder warten bis diese Busse auf ihrer Tour weitergefahren sind. Dann wird Betancuria zu einem kleinen, verschlafenen Nest, in dem man ungestört spazieren gehen und aller erkunden kann.

fv13-0038Mich hat es dieses Mal auf einer Art elektronischer Schnitzeljagd nach Betancuria verschlagen. Dabei waren so interessante Dinge herauszufinden wie wieviele Speichen ein Rad eines bestimmten Karrens hat oder wieviele Stück Zucker in den Kaffee wollen. Diese Suche führte aber auch in die Ruinen des Convento de Bueneventura, einem ehemaligen Franziskaner Kloster an der nördlichen Zufahrt nach Betancuria.

Samstag, 11. Mai 2013

Endlich…

WolkenUndSchneeEndlich ist es wieder so weit. Es geht wieder einmal nach Fuerteventura. Und das Wetter macht mir den Abschied leicht. Wirklich kalt ist es zwar nicht, aber trotzdem ungemütlich und der leichte Nieselregen macht es auch nicht besser. Zwei Wochen in der Sonne sind da genau das richtige.

Beim Einchecken dann die schlechte Nachricht. Der Flug wird Verspätung haben. Die Maschine ist zurzeit noch irgendwo in Griechenland und wird nicht rechtzeitig zum geplanten Abflug bereit sein. Aber davon lasse ich mir die Urlaubsfreude nicht verderben. Was sind schon 25 Minuten – auch wenn daraus später eine Stunde wurde.

Im Flugzeug überfällt mich dann mein schon klassisches Flugleiden – ich verschlafe einen großen Teil des Flugs. Als ich aufwache, sind wir gerade über den Pyrenäen und was ich da zu sehen glaube ist nicht gerade erfreulich. Jedenfalls nicht Mitte Mai – es sah so aus, als läge da wirklich noch Schnee.

Der Schnee war zum Glück nur eine vorübergehende Erscheinung und kurz danach flogen wir schon an der Atlantik-Küste entlang bevor wir Europa verließen und fast direkten Kurs auf Fuerteventura nahmen.

Etwa eine Stunde nach der Landung war ich dann an meinem Ziel in Tarajalejo und auf der Fahrt dahin sah ich immer wieder erfreut auf das Außenthermometer des Mietwagens. Die Temperatur kletterte langsam aber sicher von anfangs 25° auf angenehme 29°

Montag, 4. Februar 2013

Es geht wieder los…

Lange genug war ich jetzt hier in der Kälte. Es wird mal wieder Zeit für einen Abstecher auf die Kanaren. Ein bisschen muss ich damit zwar noch warten (ein bisschen zu viel für meinen Geschmack) aber so langsam kommt die Planung in Gang. Das etwas an Planung jedenfalls, was man dafür braucht. Und was ist das?

Zuerst einmal brauche ich Urlaub. Leider gehöre ich nicht zu denen, die es sich leisten können, jederzeit und ohne Zustimmung eines Chefs der Arbeit fernzubleiben. Also erst einmal vorsichtig die Fühler ausgestreckt und vorsichtig nachgefragt, ob etwas gegen einen Urlaub im Mai spricht. Die Antwort war negativ (für mich also sehr positiv) und ich konnte den nächsten Schritt in Angriff nehmen.

Ein Blick in die Preisliste der Airline schränkte die Möglichkeiten schon drastisch ein. Ein Flug zum bevorzugten Termin sollte doch über 600€ kosten. Scheinbar war das auch für andere ein sehr bevorzugter Termin. Also musste ein Ausweichtermin her. Eine Woche früher war der Flug gleich über 200€ günstiger. Das klang schon besser. Das deckt ja fast schon die Kosten für den Mietwagen. Damit stand also auch der Termin fest.

Jetzt muss ich nur noch irgendwo schlafen können. Am besten etwas besseres als der Strand oder die Rückbank des Autos. Im Internet findet man zum Glück viele Pensionen und Apartments. Aber warum suchen, wenn man gute Kontakte vor Ort hat. Also einfach mal bei der Vermieterin vom letzten Jahr anrufen, ein bisschen übers Wetter hier und auf Fuerteventura reden und beiläufig fragen, ob sie noch ein Zimmer frei hat. Hatte sie (jetzt aber nicht mehr…)

Damit war erst einmal alles geklärt. Jetzt mussten die ganzen losen Enden und unverbindlichen Anfragen nur noch fest gemacht werden. Unterschrift vom Chef – erledigt. Flug buchen – erledigt. Nachricht an die Vermieterin – ich komme.

Jetzt stehen nur noch zwei offene Punkte auf meiner Liste – der Mietwagen und das wichtigste überhaupt, nämlich das Einsteigen in den Flieger.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Epilog

Ich bin wieder zuhause. Aber der Rückflug war eine Katastrophe. Alles fing damit an, dass die Fluggesellschaft eine Maschine eines anderen Typs geschickt und das nicht rechtzeitig nach Lanzarote gemeldet hat. Dass die online reservierten Plätze teilweise nicht vorhanden waren, war da eher noch das kleinste Übel. Aber auch die vorbereiteten Ladepläne stimmten auch nicht mehr und das Beladen verzögerte sich und damit auch den Abflug um fast eine Stunde. Endlich, kurz nach 19 Uhr (deutsche Zeit) ging es dann endlich los. Ich fragte mich allerdings ob wir wirklich nach Frankfurt fliegen würde. Schließlich gibt ist in Frankfurt eigentlich ab 23 Uhr ein Nachtflug verbot. Und Start nach 19 Uhr und über 4 Stunden Flugzeit gibt zusammen eine Ankunftszeit nach 23 Uhr

Wir sind aber trotz Nachtflugverbot in Frankfurt gelandet. Welche Gesetzeslücken dafür genutzt wurden, weiß ich nicht. Es ist mir eigentlich auch egal, auch wenn ich es sonst ganz gut finde, dass ich nachts meine Ruhe habe. Die späte Ankunft hatte aber noch andere Folgen. Wir parkten nach der Landung im Vorfeld und bekamen nur eine Treppe und einen Bus für 300 Passagiere. Da waren Verzögerungen unvermeidlich. Schließlich hatte jemand doch noch ein paar zusätzliche Busse für die Fahrt zum Terminal organisiert und dann kam doch noch die zweite Treppe – als die letzten Passagiere gerade die erste und bis dahin einzige Treppe herunter kamen.

Irgendwie hat dann aber doch alles geklappt und man will im Urlaub ja auch etwas erleben…

Dienstag, 2. Oktober 2012

Schluss

Zwei Wochen gehen einfach viel zu schnell vorbei. Jetzt sitze ich hier am Flughafen und warte. Den Mietwagen habe ich abgegeben, der Koffer ist eingecheckt und ich genieße ein letztes Mal die warme Sonne Lanzarotes. In einer Stunde soll es losgehen, zurück ins kalte Deutschland. Viel zu früh…

Montag, 1. Oktober 2012

Strände

Wer nach Lanzarote fährt, macht das meistens nicht, um da einen ausschließlichen Strandurlaub zu verbringen. Natürlich ist das auch möglich, aber die meisten zieht es wegen der einzigartigen Landschaft nach Lanzarote. Das bedeutet aber nicht, dass man auf Lanzarote nicht auch baden und am Strand liegen kann.

Wer seinen Urlaub in einem Hotel in Costa Calma, Puerto del Carmen oder Playa Blanca verbringt, hat es leicht. Strände liegen direkt vor der Haustür. Und natürlich stehen diese Strände auch allen anderen Besuchern zur Verfügung, vorausgesetzt man mag es, in wohlgeordneten Reihen in der Sonne zu liegen. Für alle die das nicht mögen, gibt es aber auch noch andere schöne Strände.

lz12-0016Die Playa de Famara erstreckt sich vom Fuß des Famara Gebirges nach Westen vorbei an einer kleinen Feriensiedlung und weiter bis zu dem kleinen Dorf Famara. Wegen der Strömung und der manchmal starken Brandung ist das Baden hier aber nicht ganz ungefährlich. Bei Surfern ist dieser Strand allerdings sehr beliebt. Gelegentlich wird dieser Strand auch auch als Landeplatz für Paraglider genutzt. Um an die Playa de Famara zu gelangen fährt man vom Monumento al Campesino bei San Bartolomé in Richtung Teguise und biegt dann im nächsten Kreisverkehr nach Norden ab.

lz12-0239Ein schöner, kleiner Strand befindet sich westlich von Órzola. Man erreicht den Strand leicht zu Fuß von Órzola aus. Wer dazu zu faul ist, kann über eine kurze, unbefestigte Piste direkt bis an den Strand fahren.  Dazu biegt man in Órzola auf der Straße zum Hafen kurz nach dem Supermarkt links ab. Die kleine Seitenstraße ist meistens an den staubigen Reifenspuren, die aus ihr heraus führen, gut zu erkennen. Auch östlich von Órzola befinden sich einige kleine Strände und Badestellen entlang der Straße von Órzola nach Jameos del Agua.

lz12-0225Im Süden Lanzarote befinden sich einige schöne Strände östlich von Playa Blanca. Man erreicht diese Strände leicht zu Fuß von Playa Blanca aus. Wer lieber bequem an den Strand und wieder zurück kommt, kann sie auch mit dem Mietwagen erreichen, muss dann aber eine Maut von zurzeit 3€ zahlen. Die Piste führt an drei Stellen zu Parkplätzen nahe der Strände. Der Strand am ersten Parkplatz liegt jefoch so dicht bei Playa Blanca, dass er zu Fuß schneller und billiger zu erreichen ist als mit dem Mietwagen.

Danach führt die Piste zur Punta de Papagayo. Viele Besucher suchen hier die beiden kleinen Strände links und rechts der einfachen Restaurants auf. Größer und weniger stark frequentiert ist jedoch ein dritter Strand, denn man zu Fuß nach einem kleinen Spaziergang von den Papageienfelsen in Richtung Playa Blanca erreicht.

lz12-0217Am Ende der Piste gelangt man zu einem letzten Parkplatz und einem großen Platz mit Wasserstellen und anderen Installationen. Hier sollte wohl einmal eine Feriensiedlung entstehen. Dem hat man aber rechtzeitig einen Riegel vorgeschoben. Von Weitem sieht man hier bereits einen kleinen und meistens gut besuchten Strand. Wer die Badehose oder den Bikini vergessen hat, peilt aber besser die rechte hintere Ecke des Bauplatzes an und überquert da den kleinen Hügel, um einen etwas größeren Strand zu erreichen.

lz12-0096Wer die Badehose vergessen hat oder aus anderen Gründen nicht bis in den Süden der Insel fahren will, kann auch nach Charco del Palo bei Mala fahren. Einen richtigen Strand gibt es hier zwar nicht, aber dafür ein paar kleine Meerwasserbecken (Charcos), in denen man sich abkühlen kann. In unmittelbarer Nähe befinden sich auch zwei kleine Ferienanlagen und private Bungalows, in denen man seinen ganzen Urlaub ohne störende Kleidung verbringen kann. Charco del Palo besitzt eine offizielle „FKK Genehmigung“ und ist der einzige Ort auf den Kanarischen Inseln, in dem man mit staatlichem Segen nackt sein darf.

lz12-0137Dies schönsten Stände Lanzarote sind aber gar nicht auf Lanzarote selbst sondern auf der nördlich gelegenen Insel La Graciosa. Leicht zu erreichen sind diese Strände allerdings nicht. Zuerst muss man mit der Fähre von Órzola nach La Graciosa übersetzen (20€ hin und zurück) und dann muss man auch noch irgendwie an die Strände gelangen, wenn man sich nicht mit dem kleinen Strand am Hafen zufrieden geben will. Trotzdem lohnt sich ein Besuch auf La Graciosa.