Das war’s dann wieder. Der Urlaub auf Fuerteventura ist vorbei. Ich bin wieder zu Hause und Regen und Kälte haben mich wieder. Es war schon ein Schock nach weit über 20 Grad auf Fuerteventura dann gerade mal 11 Grad in Frankfurt. Und dann parkt die Maschine auch noch im Vorfeld und wir müssen hinaus in den Regen zum Bus. Aber einen kleinen Vorteil hat das auch – wir können uns auf den nächsten Urlaub irgendwo auf den Kanarischen Inseln freuen. Meine Vermieterin auf Fuerteventura hat es da doch schlechter getroffen. Die macht Urlaub in Deutschland…
Samstag, 25. Mai 2013
Das war's
Fast das Ende
Donnerstag, 23. Mai 2013
Ajuy
Montag, 20. Mai 2013
El Tanquito
Wer also in der nächsten Woche auf Fuerteventura ist, kann sich ja mal erkundigen, wann und was dann da wirklich los ist. In der Woche ist übrigens auch der „Día de las Canarias“, der auch vielerorts gefeiert wird.
Samstag, 18. Mai 2013
Cofete
Wer mit dem Auto nach Cofete will, muss sich und das Auto über ca. 20 km Schotterpiste quälen. Und wer sich zu Fuß auf den Weg dahin macht, hat es auch nicht besser. Außer der Piste gibt es zwei Wanderwege nach Cofete und die führen über Pässe des Jandía-Massivs. Wenn man gut in Form ist, ist der Aufstieg zu den Pässen ja noch erträglich, aber dann geht es auf abenteuerlichen Pfaden steil hinab in das Tal. Es ist eigentlich erstaunlich, warum viele Besucher Fuerteventuras sich – egal ob zu Fuß oder mit dem Auto – auf diesen beschwerlichen Weg machen. Eine Zeit lang war die Rede davon, die Straße nach Cofete auszubauen. Inzwischen hat man davon Abstand genommen, angeblich um nicht noch mehr Touristen in dieses Naturschutzgebiet zu bringen. Dank der aktuellen Geldknappheit scheint es dabei auch noch eine Zeit lang zu bleiben.
Der Strand kann aber auch nicht der Grund für die Beliebtheit Cofetes sein. Denn baden sollte man an diesem Strand nicht. Dazu sind Wellen und Strömung zu gefährlich und schon mancher Tourist hat ohne Absicht sein Lebensende auf Fuerteventura verbracht und einige davon haben auf dem Friedhof von Cofete ihre letzte Ruhestätte gefunden.
Angeblich gehört die Villa Winter inzwischen einem Hotelkonzern. Vor einigen Jahren stieß ich im Internet einmal auf eine Webseite, auf der von Plänen die Rede war, dass die Villa Winter zu einem Wellness Hotel ausgebaut werden soll. Diese Pläne scheinen aber wieder in der Schublade verschwunden zu sein, nicht zuletzt weil zurzeit jegliche Bautätigkeiten in der Gegend untersagt sind.
Freitag, 17. Mai 2013
El Jable
Im Nordosten Fuerteventuras, direkt südlich von Corralejo befinden sich das Dünengebiet El Jable und einige der schönsten Sandstrände auf der Insel. Man fühlt sich ein bisschen an den Dialog zweier durstigen Wanderer in der Wüste erinnert.
„Wie weit ist es noch bis zum Meer?“
„500 km.“
„Was für ein Strand…“
So schlimm ist es hier natürlich nicht. An der breitesten Stelle ist das Gebiet vielleicht 2 km breit. Aber trotzdem – was für ein Strand. Gestört wird dieses Stranderlebnis nur durch das Hotel Olivia Beach und die Straße von Puerto del Rosario nach Corralejo. Dennoch hinterlässt ein Besuch in dieser Gegend einen bleibenden Eindruck. Man braucht sich nur ein paar Hundert Meter von der Straße entfernen und befindet sich bald in völliger Einsamkeit. Wenn man erst einmal die staunenden Touristen hinter sich gelassen hat, die meisten schaffen es nur auf den ersten Dünenkamm, wird die Ruhe höchstens durch ein paar Ziegen gestört.
Die Gefahr, dass man das Schicksal der bedauerlichen Ziege teilen muss, besteht jedoch kaum. Man muss sich nur auf die nächste Düne bemühen und umsehen. Man kann sich dann leicht an Meer und Bergen orientieren. Und zur Not ist da immer noch das Hotel, das die Orientierung erleichtert und so wenigstens eine geringe Daseinsberechtigung in diesem Naturschutzgebiet hat.
Mit etwas Phantasie kann man sich leicht vorstellen, sich in der nahen Sahara zu befinden, und es halten sich tatsächlich immer noch die Gerüchte, dass der Sand in diesem Gebiet aus der Sahara herübergeweht wurde. Man braucht sich aber nur den Sand etwas genauer ansehen, um zu erkennen, dass dieser Sand aus dem Meer stammt. Überall findet man kleine Muschen und Schneckenhäuser oder wenigstens die Reste davon.
Wenn man das Gebiet an einem ruhigen, sonnigen Tag mit dem Auto durchfährt, natürlich nur auf der dafür vorgesehenen Straße, wundert man sich vielleicht über die Warnungen vor Sand auf der Fahrbahn und die Geschwindigkeitsbegrenzungen, die nicht (nur) wegen der vielen dort herum laufenden Touristen aufgestellt wurden. Man versteht diese Warnungen, wenn man die Straße einmal bei starkem Wind befahren hat. Dann ist die Straße kaum noch zu sehen und der Wind bläst den Sand über die Fahrbahn wie zuhause den Schnee. Wenn man dann so leichtsinnig ist, das Auto nur in T-Shirt und kurzer Hose zu verlassen, wird man regelrecht sandgestrahlt. [Video]
Wer öfters nach Fuerteventura reist, sollte sich einmal eine Stelle, vielleicht einen markanten Stein oder Strauch in einem Dünental, merken und diese Stelle bei jedem Aufenthalt auf der Insel besuchen. Man kann so leicht erkennen, wie sich die Dünen langsam aber sicher ins Inselinnere bewegen.
Wer nicht so lange warten will, kann das Experiment auch bequem am heimischen PC mit Google Earth machen. Wählt einfach einen markanten Punkt irgendwo im Inneren des Gebiets aus und reist dann mit GE in der Zeit zurück. Das nebenstehende Foto wurde am 11.04.2010 bei N28°40'28,34" W13°50'20,8" aufgenommen. Etwa ein Jahr später ist auf GE dort nur noch Sand zu sehen.
Donnerstag, 16. Mai 2013
Barranco de las Peñitas
Dieses teilweise enge Tal verbindet Vega de Río Palmas mit Ajuy. Erwähnenswert an diesem Tal sind die kleine Kapelle Virgen de la Peña und der ehemalige Stausee Embalse de las Peñitas. Als ich vor über 20 Jahren zum ersten Mal auf Fuerteventura war, befand sich in diesem See noch Wasser. Inzwischen ist das jedoch eher ein seltener Anblick. Es macht vielmehr den Eindruck, dass der „See“ inzwischen ein riesiger Sandkasten ist.
Man erreicht das Barranco über der Straße von Pájara nach Betencuria. Etwa 10 km nach Pájara zweigt links eine Straße nach Vega de Río Palma ab. Dieser Straße folgt man etwas mehr als 1 km bis diese nach links abbiegt und auf einer Brücke das Barranco überquert. Ein hölzerner Wegweiser zeigt hier den Weg nach Ajuy und zum Stausee. Der Weg führt zuerst durch das meistens trockene Bachbett. Nur vereinzelt muss man ein paar Pfützen umgehen. Irgendwann verlässt der Weg das Bachbett auf der rechten Seite. Nun kann man auf einem guten Weg die Wanderung zur Staumauer fortsetzen. Dort wird der Weg dann eng und steinig. Über Stufen geht es hinab zum Fuß der Staumauer bevor die Wanderung entlang einer alten Wasserleitung fortgesetzt werden kann. Nach ein paar Hundert Metern zweigt links ein schmaler Pfad ab, der hinunter zur Kapelle führt.
Wem die 1,5 km von Vega de Río Palma bis zur Kapelle zu weit sind, kann sich ihr auch von unten nähern. Dazu fahren wir auf der Straße von Pájara nach Ajuy etwa 4 km und biegen dann nach rechts in Richtung Buen Paso ab. Wir folgen dieser Straße bis auf einem kleinen Gehöft endet. Kurz vor dem Ende biegen wir rechts auf einen Feldweg ab, der nach ein paar Metern auf einem Parkplatz endet. Von hier führt der Weg erst einmal auf die andere Seite des Tals in ein kurzes Seitental hinein. Am östlichen Rand dieses Tals geht es dann in einer Kehre hinauf auf die Höhe der Kapelle und zurück an den Nordrand des Barrancos und zu der oben bereits erwähnten Wasserleitung. Nach etwa 15 Minuten erreichen wir die Kapelle und nach weiteren 5 Minuten die Staumauer des Embalse de las Peñitas.
Anders als die Ränder vieler anderer Täler auf Fuerteventura bestehen die dieses Barrancos an vielen Stellen aus festen und glatten Fels und man sieht oft Bergsteiger an der glatten, fast senkrechten Wand gegenüber der kleine Kapelle.