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Mittwoch, 10. Mai 2023

Die Kapelle und der Cache


Diese Mystery Cache hat mir ein paar graue Haare eingebracht. Dabei war das Rätsel eigentlich ganz einfach – drei Quadrate mit jeweils 16 Felder, in einem Quadrat mit den Zahlen von 1 - 16, im nächsten einzelne Ziffern und zwei Felder mit einem „X“ und im dritten einzelne Buchstaben und Leerzeichen.

Gleich der erste Versuch führte zur Lösung. Man nehme die Zeichen aus dem 2. bzw. 3. Quadrat und schreibe sie in jeweils eine Zeile an die Position, die im entsprechenden Feld des ersten Quadrats steht. Das Ergebnis sind die Koordinaten des Ziels und sein Name.

Ein paar Tage später war es dann soweit und ich konnte mit der Suche beginnen. Das Ziel war schnell erreicht. Vor Ort fand ich eine kleine Kapelle und viele Steine. Die Suche konnte beginnen. Aber so sehr ich mich auch anstrengte – ich konnte die „Dose“ einfach nicht finden und gab schließlich auf.

Die vergebliche Suche ließ mir allerdings keine Ruhe und immer wieder las ich die Beschreibung des Caches. Irgendwann fiel mein Blick auf die Cache-Größe. Ich konnte mich nicht an viele „Large“ Caches erinnern. Meistens findet man ja „Small“ Caches oder noch kleinere Container. Ich sah in meiner Statistik nach und tatsächlich waren da nur sehr wenige „Large“ verzeichnet – weniger als ein halbes Prozent. Das erschien mir wirklich sehr wenig. Aber was ist eigentlich „Large“? In den Definitionen konnte ich dann lesen, dass ein „Large“ ein Volumen von 20 Litern oder mehr hat, und in Gedanken kehrte ich an den Ort des Caches zurück. Ich hatte eher etwas in der Größe eine Munitionskiste erwartet, aber das ist nur ein „Medium“ oder „Regular“. Aber wo konnte man da einen so großen Cache verstecken.

Gar nicht. Da war einfach kein Steinhaufen gewesen, unter dem man einen so großen Behälter verstecken kann. Immerhin sind 20 Liter wirklich sehr viel. Ein ganz normaler Wassereimer fasst gerade mal 10 Liter.

Der Hint im Listing machte mich etwas stutzig – „Das ist ein Large. Suche keinen Micro weder innen noch außen.“ Was heißt hier weder innen noch außen? Oder liegt die Betonung doch eher auf „kein Micro“? Und warum der Hinweis im Checker, dass man keine Trackables hinterlassen soll? Warum keine Trackables?

Ein Foto im Checker gab dann den entscheidenden Hinweis. Es zeigte eine einfachen A5 Kladde und daneben dieselbe Kladde mit der Aufschrift „Logbuch“. Und plötzlich schien alles klar.

Am nächsten Morgen machte ich mich erneut auf den Weg. Der führte mich direkt in die kleine Kapelle am Zielort. Drinnen fand ich tatsächlich eine Kladde wie auf dem Foto im Checker. Die „Dose“ stand die ganze Zeit offen vor meinen Augen, aber ich habe sie einfach nur für eine ganz normale, kleine Kapelle gehalten.

Die Größe des Containers ist vielleicht etwas besonderes, so einen großen Container habe ich noch nie gesehen, aber wirklich besonders war das Logbuch. In wie vielen Logbüchern findet man einfach nur Einträge wie „29.02.1900 Kilroy was here“ oder einfach nur Stempel. Das war hier anders. Fast alle Cacher haben sich mit dem Ort angemessenen Einträgen verewigt, in denen sie ihrer Lieben gedachten. Ein paar dieser phantasielosen Stempel-Logger gab es aber, leider, auch.

In diesem Fall darf ich mich nicht nur beim Owner für das Verstecken und Hinführen bedanken, sondern auch bei den Findern dieses Caches.


TFTC

Sonntag, 5. September 2021

Fuerteventura vs. Corona

Übermorgen geht's endlich mal wieder nach Fuerteventura. Was war das beim letzten Mal vor Corona noch einfach. Ticket buchen, zum Flughafen fahren und losfliegen. Jetzt muss man sich erst mal durch diverse Web-Seiten kämpfen. Und jeder möchte, dass man irgendeine unnötige App auf dem Smartphone installiert. Die EU regelt doch sonst alles. Warum nicht auch eine einheitliche App für alle erforderlichen Dokumente an einer Stelle verwalten. Aber nein, dafür fühlt sich die EU nicht zuständig. Warum auch. Damit würde das Leben ja einfacher. Aber damit ist die EU überfordert.

Es fängt schon nach der Impfung an. Man bekommt einen digitalen Impfnachweise – auf Papier. Um den Nachweis aufs Handy zu bekommen, muss man sie einscannen, fotografieren oder mit einer App des RKI einlesen. Einscannen und fotografieren sind keine Option. Diese Dateien wurden, bei mir, nicht erkannt. Also doch die CovPass App installieren. Die konnte die Nachweise immerhin lesen und auf dem Smartphone speichern. Super. Jetzt brauche ich zwei Apps für meine Unterlagen. In der einen sind die Impfnachweise, in der anderen die Bord-Karte. Aber damit komme ich noch nicht nach Spanien.

Man hat die Wahl. Will man die erforderlichen Daten auf dem Portal von Spain Travel Health eingeben, oder will man vielleicht doch App #3 installieren. Ich habe mich für die Web-Seite entschieden. Der Speicher auf dem Handy war eh schon voll. Also los. Ausweisnummer, Name und andere Daten eingeben und dann ist plötzlich Feierabend. Weiter geht es frühestens zwei Tage vor der geplanten Ankunft.

Inzwischen wurde das Handy aus anderen Gründen ersetzt und jetzt reicht der Platz auch für App #3.  Beim Ausprobieren sehe ich, dass die App auch QR-Codes lesen kann. Ich versuche es mit dem Impfnachweis. Keine 3 Sekunden später ist er in der App gespeichert. Damit ist die CovPass App eigentlich überflüssig. Aber ich befürchte, irgendein Dorfwirt in Deutschland wir den Impfnachweis dann nicht erkennen.

Beim Ausfüllen der Einreiseformulare hilft mir die App allerdings nicht. Man kann die Eingaben, die man auf der Web-Seite gemacht hat, mit der SpTH App nicht fortsetzen. Also neu eingeben. Und dann einmal zum falschen Zeitpunkt auf den Back-Button getippt. Alle Eingaben sind weg. Ganz weg? Nein. Beim Versuch die Daten noch einmal einzugeben, bekommt man den Hinweis, dass die Daten bereits vorhanden sind. Ja, weiß ich. Dann lass mich doch einfach die Daten bearbeiten. Geht aber nicht.

Also zurück zur Web-Seite. Da kann man die Eingabe wenigstens fortsetzen. Bis man dann an die Stelle kommt, wo man das Dokument hinterlegen soll. JPEG-Datei funktioniert angeblich. Aber mein gescannter Impfnachweis wird wegen eines Validierungsfehlers zurückgewiesen. Was nun. Zurück ans Handy, CovPass aufrufen, QR-Code anzeigen, Screenshot machen. Datei auf den Rechner kopiert und  auf die Web-Seite hochladen. Hurra!

Und dann die freudige Überraschung. Eine neue E-Mail aus Spanien. Alles ist in Ordnung. Und die Mail enthält den QR-Code für die Einreise als PDF-Datei und, Überraschung, als PKPASS-Datei. Da kann ich das Dokument zusammen mit der Bord-Karte in einem Programm speichern. Da kann sich das RKI mal ein Beispiel dran nehmen.

Glücklich über meinen Erfolg spiele ich noch etwas mit der spanischen App. Ich sehe mir den Impfnachweis an und Rolle bis ans Ende. Und was steht da. „Zu Wallet hinzufügen“. Ich drücke drauf und kurz darauf erscheint der Nachweis in meiner Wallet. Mit dem QR-Code für die Einreise.

Im Posteingang finde ich eine Mail von der Airline. Sie brauchen meine Kontaktdaten. Also gut. Kontaktdaten eingeben. Einchecken geht erst morgen Mittag. Aber groß ist da zu sehen, dass man sich einen Code merken soll, den man für den Check-in braucht. Mal sehen, was mich da noch erwartet.

Freitag, 28. April 2017

Regen auf dem Mond?

tf17-0132Nein. Natürlich gibt es keinen Regen auf dem Mond. Aber in der Mondlandschaft (Paisaje Lunar) auf Teneriffa kann das doch einmal passieren. Aber muss das gerade an dem Tag sein, an dem ich da hoch will? Man kann die Frage natürlich auch anders stellen – muss ich gerade bei so schlechtem Wetter da hinauf?

Als ich am Morgen in La Victoria losgefahren bin, war das Wetter (da) ganz ordentlich. Mit 24° war es fast schon ein bisschen zu warm. Aber 1,5km höher erwartete ich angenehme Wandertemperaturen. 12° und starker Wind waren dann zwar doch etwas frisch, aber ich hielt mich mit Trainingsjacke und Regenmantel für ganz gut ausgerüstet. Und ich brauchte beides. Nur die lange Hose blieb unbenutzt im Rucksack.

Ich habe mich für die einfache Variante entschieden. Soll heißen, dass ich mit dem Auto bis zum Campingplatz gefahren bin. Die Piste beginnt an der TF-21 oberhalb von Vilaflor in einer Spitzkehre und führt ca. 8,5km über Stock (manchmal) und Stein (meistens). Früher stand da noch ein großer Wegweiser. Heute habe ich nur ein relativ kleines Schild gefunden, dass darauf hinweist, dass die Piste mit PKW und Motorrad langsam (max. 20km/h) befahren werden darf.

tf17-0136Nach etwa einer halben Stunde Fahrt war das Ziel der Fahrt erreicht. Danach ging es zu Fuß weiter. Der Weg zur Paisaje Lunar beginnt in der Nähe von Hütte 4 und ist grün markiert. Auch das Navi war hilfreich und es hat auch den richtigen Pfad angezeigt. Aber auf dem kleinen Bildschirm kann man nicht immer sofort erkennen, ob man wirklich auf dem Weg ist oder doch ein bisschen daneben.

Ich habe mich grob am Navi orientiert und versucht, Spuren anderer Wanderer zu entdecken. Als ich dann am Navi erkannte, dass ich vom rechten Weg abgekommen bin, war es auch schon zu spät. Ich orientierte mich also weiter an Fußspuren und einer Wasserleitung, die ich etliche Meter über mir am Hang sah. Als ich die dann endlich erreicht hatte, machte ich mich auf die Suche nach dem Weg, den mir das Navi vorschlug. Als ich endlich wieder einen grünen Punkt gefunden hatte, bereitete der Weg keine außergewöhnlichen Probleme mehr. Wenn man einmal außer Acht lässt, dass es bis auf die letzten paar Meter meistens steil bergauf ging.

Etwa auf halbem Weg begann es zu regnen. Umkehren wäre natürlich eine Option gewesen, aber so schnell wollte ich nicht aufgeben. Wer weiß, wann ich wieder einmal in die Gegend komme und in welcher Verfassung ich dann sein werde. Außerdem wäre ich beim Umkehren auch nass geworden. Also ging ich gut verpackt weiter.

PaisajeLunarNach knapp einer Stunde war ich dann am Ziel. Bei besserem Wetter hätte ich mich wohl etwas länger da oben umgesehen und vielleicht auch eine kleine Rast eingelegt. Aber heute war es mir dazu zu ungemütlich und ich machte mich nach einer kurzen Verschnaufpause und ein paar Fotos wieder auf den Rückweg.

Auf dem Rückweg habe ich auch den „richtigen“ Weg gefunden. Ich glaube aber nicht, dass der Aufstieg auf diesem Pfad deutlich einfacher als mein Irrweg gewesen wäre.

Anfahrt und Track als Download…

Donnerstag, 27. April 2017

Stunde der Wahrheit

Im letzten Bericht in diesem Blog habe ich darüber geschrieben, wie man einen Mystery-Cache auch dann noch lösen kann, wenn man die dafür eigentlich erforderlichen Daten nicht greifbar hat. Der letzte Stand dabei war, das der Geo-Checker mein Ergebnis akzeptiert und mir die genauen Koordinaten verraten hat. Heute habe ich meine Lösung in der Praxis überprüfen können.

Das Ziel war leicht zu erreichen, was auch kein Wunder ist, wenn es sogar auf Street View zu sehen ist. Die Suche nach der Dose war jedoch schwieriger als ich erwartet hatte. Ganz unschuldig war ich daran nicht. Die Cache-Beschreibung habe ich vor ein paar Monaten, als ich das Rätsel gelöst habe, gelesen. Und dabei habe ich die Hinweise für den Praxis-Teil nicht wirklich beachtet.

tf17-0118Ich fing also mit der Suche so an, wie man es gewöhnlich macht. Also erst einmal möglichst dicht an die Koordinaten der Lösung heran und dann alle Ritzen und Spalten untersuchen. Irgendwann wurde ich dann auch fündig – mehr als 10m von den Lösungskoordinaten entfernt. Außerdem sah dieser „Schatz“ gar nicht wie ein Cache aus. In eine Mauerspalte steckten hinter einem Stein und einem Papiertaschentuch ein paar geschliffene Steine und etwas für mich undefinierbares aus Metall, aber es fehlte ein Log-Buch. Da hat wohl wirklich jemand einen Schatz versteckt.

An einer anderen Stelle hing eine Kordel aus einer Spalte heraus. Aber auch das war eine kalte Spur. Am Ende der Kordel hing nur ein Preisschild.

Also doch der Griff zum letzten Strohhalm oder in diesem Fall der Cache-Beschreibung. Da fand ich die folgenden Hinweise

  1. Bitte Schwierigkeit und Attribute beachten.
    Das war keine große Hilfe, denn mein Garmin zeigt die Attribute nicht an.
  2. Kinder neigen dazu, alles (z.B. Mauerwerk) auseinander zu nehmen.
    Zu spät. Habe ich schon gemacht.
  3. Der Cache ist nicht versteckt aber gut getarnt.
    Also nichts anfassen und nur alles sehr genau ansehen. Hat vorgestern im Wald auch prima funktioniert.
  4. Der Cache ist vom Rollstuhl aus erreichbar.
    Das sollte die Möglichkeiten etwas einschränken. Wie hoch kann man greifen, wenn man im Rollstuhl sitzt?
  5. Der Cache ist „Peterthelong“ gewidmet.
    Dazu fiel mir nichts ein. Also erst einmal ignorieren.
  6. Apostel Petrus; der Spitzname, den Jesus ihm gab.
    Welchen Spitznamen? Mit fiel nur der Satz „Du bist der Fels, auf den ich meine Kirche bauen will“ ein. Ein Hinweis mehr auf ein Versteck weiter unten(?)

Nach einer weiteren längeren Suche stand fest, dass es kein Versteck gab, das alle Hinweise, die ich berücksichtigt hatte, erfüllt. Also zurück auf Start.

Ich entschied mich, alle Hinweise außer einem zu ignorieren – der Cache ist deutlich sichtbar aber gut getarnt. Und plötzlich fiel mir ein, dass ich einmal einen Container gesehen habe, der wie ein Stein aussah. Wo würde ich so einen Container verstecken, so dass er gut sichtbar ist, aber nicht zufällig gefunden wird.

tf17-0119Und dann war alles plötzlich ganz einfach. Mit fielen sofort zwei Stellen  auf, die infrage kamen. Und eine davon war sogar in der Nähe der Ziel-Koordinaten. Ich musste mich zwar etwas strecken, um den Mauersims abzutasten, aber dann hatte ich den Plastikstein auch schon in der Hand.

Stellt sich nur noch die Frage, wie die von mir ignorierten Hinweise ins Bild passen.

Wie ich später beim Loggen im Internet sah, behaupten die Attribute, dass der Cache für Kinder und Rolli-Fahrer nicht geeignet ist. Letzteres passt zu der Stelle, an der ich den Cache gefunden habe, aber nicht zur Aussage in der Cache-Beschreibung. Wenn sich allerdings ein Kind in einen Rollstuhl stellt, dann könnte es vielleicht an den Container heran kommen. Wenn dabei der Rollstuhl seinem Namen allerdings Ehre macht und das Kind dabei unglücklich stürzt, besteht die Gefahr, dass das Kind dann nur noch… Also bitte nicht versuchen!

Einen Cache in knapp 2m Höhe einem „Langen Peter“ zu widmen macht durchaus Sinn.

Und der Spitzname? Petrus (bzw. Petros) ist griechisch und bedeutet Stein oder Fels. Und Petrus ist der Spitzname, den Jesus für diesen Apostel verwendet hat. Mit bürgerlichem Namen hieß dieser Typ nämlich eigentlich Simon. Das hätte ich eigentlich wissen müssen, aber das hätte mir auch nicht geholfen.

Bleibt mir nur noch zu verraten, um welchen Cache es sich überhaupt handelt. Da es sich jedoch um einen Mystery Cache handelt, will ich den Namen oder die ID hier nicht nennen. Nur zwei Hinweise – der Cache befindet sich auf Teneriffa und ein Bild sagt mehr als 1000 Worte (es kann auch ein paar Zahlen verraten).

Freitag, 29. April 2016

Rund um Montaña de las Arenas Negras

tf16-0267Die Wanderung führt in das Randgebirge der Cañada. Sie beginnt bei El Portillo, also da, wo die Straßen, die von Orotava und von La Laguna zum Teide führen, zusammentreffen. Die Wanderung führt von dort einmal um die Montaña de las Arenas Negras. Sie ist etwa 8km lang und es sind gut 300 Höhenmeter zu bewältigen.

Laut Reiseführer ist es eine leichte Wanderung und da ich sie geschafft habe, wird das wohl auch richtig sein. Aber es ist kein Spaziergang. Meistens bewegt man sich zwar auf bequemen Wegen und Pfaden aber der Abstieg hat es in sich. Aber dazu später mehr.

tf16-0316Am ersten Parkplatz oberhalb des Informationszentrums führt ein mit großen Steinen gepflasterter Weg nach Osten. Wir folgen diesem Weg, der bald zu einer sandigen Piste wird, durch eine Senke bis zu einer Gablung (0,35km). Rechts führt der Sendero 4 zum Parador. Wir halten uns jedoch links und folgen dem Sendero 2. Es geht nun ständig leicht bergauf. Nur nach etwa 900m muss ein kleines Barranco durchquert werden. Während dieses Teils der Aufstiegs haben wir, wenn die Wolken unter uns das nicht verhindern eine schöne Aussicht auf die Nordküste Teneriffas und nach einiger Zeit sehen wir vor uns in einiger Entfernung das Observatorium.

tf16-0295Nach gut 2,5km wird es etwas steiler und der Weg führt durch zwei Spitzkehren hinauf zum Pass zwischen der Montaña de las Arenas Negras und der Montaña del Cerrillal bis wir nach gut 3,5km den höchsten Punkt der Wanderung erreicht haben. Nun haben wir die Hochebene und den Teide die meiste Zeit gut im Blick.

Vom Pass aus geht es nun erst einmal sanft bergab. Das ändert sich aber dramatisch bei Km 5 der Wanderung. Wir erreichen dort einen steilen Abhang, der mit kleinen, schwarzen Lapilli bedeckt und für den Namen des Bergs verantwortlich ist. Auf den nächsten 500m geht es 100m abwärts. Dabei fängt der Abstieg noch ziemlich harmlos an. Steiler als bisher aber immer noch gut gangbar führt der Pfad quer zum Hang etwa 25m herunter.

tf16-0307Danach beginnt der anstrengende Teil des Abstiegs. Im kurzen Zick-Zack geht es auf teilweise rutschigem Untergrund steil bergab. Kleine Schritte und Schuhe mit gutem Profil sind hier die Lösung. Kein Felsen und erst recht kein Baum ist da, woran man sich festhalten könnte, wenn man einmal ins Rutschen gerät. Wanderstöcke können bei diesem Abstieg sehr nützlich sein.

Ungefähr bei Km 5,5 ist das schlimmste geschafft. Bis etwa Km 6,2 geht es nur noch leicht bergab. Dort trifft der Sendero 2 wieder auf Sendero 4. Wir wenden uns hier nach rechts zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung.

tf16-0297Der Name des Bergs, der bei dieser Wanderung umrundet wurde, scheint nicht genau festgelegt zu sein. Auf einigen Karten wird er Montaña de las Arena Negras und der nächste Montaña Cerrillal genannt. Andere Karten nennen ihn dagegen Montaña del Cerrillal (manche auch Montaña Cerrillar) und den anderen Montaña Maja. Auf diesen Karten wird nur der Abstieg über die schwarzen Lapilli Montaña Arenas Negras genannt.

Beim Abstieg kam mir der Gedanke, dass Wandern, besonders auf Rundwanderwegen, doch eigentlich eine ziemlich widersinnige Tätigkeit ist. Beim Aufstieg lädt man sich mühsam mit potentieller Energie und beim Abstieg setzt man alles daran, diese mühsam angesammelte Energie sich möglichst nicht in kinetische Energie sondern möglichst direkt in Reibung, bevorzugt natürlich Haftreibung, umzuwandeln. Aber vielleicht waren das ja auch nur erste Anzeichen eines Höhenrauschs oder von Erschöpfung.

Der Track als Download...

Donnerstag, 28. April 2016

Geocaching bei Icod el Alto

tf16-0240Das Wetter war heute, zumindest an der Nordküste Teneriffas, schlechter als in den letzten Tagen. Der Himmel war bedeckt und das schienen mir ideale Verhältnisse für eine weitere Cache-Tour zu sein. Ich habe mich für eine Tour oberhalb von Icod entschieden.

Die Wanderung beginnt oberhalb von Icod el Alto am Startplatz der Drachenflieger. Sie ist ca. 4,3km lang und es sind gut 250 Höhenmeter zu überwinden. Wie bei jeder Rundwanderung muss man sich für oder gegen den Uhrzeigersinn entscheiden. Ich habe mich gegen der Uhrzeigersinn entschieden, da die Anstiege sich so über eine längere Strecke verteilen. Die durchschnittliche Steigung beträgt so „nur“ 10% während sie im Uhrzeigersinn 14% betragen würde. Das heißt natürlich auch, dass der Abstieg am Ende der Wanderung ziemlich steil ist. Bei Regen oder kurz danach kann das auf den lehmigen Wegen sehr schnell zu einer Rutschpartie werden.

tf16-0241Die Wanderung führt an den Geocaches „Los animales exoticos“ vorbei und führt bis zum Cache „Ave Maria“.

Die Wanderung führt zuerst zwischen kleinen Feldern hindurch. Nach ca. 550m kann man den Feldweg nach rechts verlassen und einen Bogen, der dieser hier macht, auf einem schmalen Pfad abkürzen, was man natürlich mit einem steileren Anstieg erkaufen muss.

Nach 1,7km habe ich mich trotz (oder wegen) GPS ein bisschen verlaufen. Mein GPS schickte mich einen schmalen, steilen Pfad hinauf obwohl es viel einfacher gewesen wäre, dem Verlauf des breiten Wegs zu folgen und in einem weiten Bogen zum nächsten Cache zu gelangen. So musste ich zuerst den steilen Anstieg in Kauf nehmen und von dort ca. 200m bis zum Cache und zurück laufen. Viel länger wäre der „Umweg“ auch nicht gewesen. Anders als die anderen Caches, die sich direkt am Wegesrand befinden, liegt dieser etwas abseits vom Weg und man muss erst einmal einen Weg durch das Gestrüpp finden. Erfahrene Caches können die deutlich sichtbare „Cacher-Autobahn“ aber kaum verfehlen.

tf16-0244Etwa nach 2,5km erreicht man eine Wegkreuzung. Nach rechts geht es zu Cache #7 der Serie. Geradeaus, bergauf, zum Cache „Ave Maria“ und nach links geht es über Cache #6 zurück Ausgangspunkt der Wanderung.

Leider habe ich vor der Wanderung beim Übertragen der Cache-Koordinaten auf mein GPS Cache #10 vergessen, so dass ich den Bonus-Cache nicht suchen konnte, da mir ein Teil der Lösung fehlte. Ich weiß zwar so ungefähr, wo sich dieser Cache befindet, aber den ganzen infrage kommenden Bereich wollte ich nicht absuchen, nicht zuletzt weil ich irgendwie den Eindruck hatte, dass die interessantesten Stellen für einen Cache wohl regelmäßig als Toilette missbraucht werden.

Der Track zum Download...

Dienstag, 26. April 2016

Auf Cache-Tour im Orotava-Tal

tf16-0102Die Wanderung führt durch einen kleinen Teil des Orotava-Tals auf Teneriffa. Sie ist etwa 5km lang und auf ihr ist ein Höhenunterschied von ca. 300m zu überwinden. Man kann diese Wanderung wegen der Wanderung an sich unternehmen oder sie ein bisschen mit der Suche nach einigen Geocaches würzen. Da ich diese Wanderung geschafft habe, kann man sie wohl schlimmstenfalls als „mittelschwer“ bezeichnen. Aber ich muss gestehen, dass ich mich phasenweise von Cache zu Cache geschleppt habe und ohne diese kleinen Etappenziele wohl spätestens nach 1,5km aufgegeben hätte.
Die Wanderung beginnt oberhalb von Aguamansa am Rastplatz La Caldera (N28°21.476 W16°30.135). Auf der Straße, die den Rastplatz umrundet, gehen wir zuerst links (östlich) am Rastplatz vorbei. Nach wenigen Metern zweigt links eine Forststraße ab, der wir weiter leicht bergab folgen. Nach ca. 800m zweigt rechts ein schmaler Wanderweg ab, auf den wir die Wanderung fortsetzen. Geocacher haben bis dahin schon die Chance, ihre ersten beiden Log-Einträge vorzunehmen (GC662BJ, GC5P1YM).
tf16-0075Von nun ab geht es steil aufwärts aber der anstrengende Aufstieg wird immer wieder durch kürzere oder längere Cache-Pausen unterbrochen. Etwa 100m nach dem Verlassen der Forststraße fallen rechts drei Kreuze am Wegesrand auf. Die Stelle heißt demensprechend auch Tres Cruces. In der Nähe befindet sich der dritte Cache (GC555W). Es gibt aber keinen Grund, diesen kleinen Schrein bei der Suche zu demontieren. Der Cache befindet sich etwa 5m von den Kreuzen entfernt. Nach dieser kleinen Pause geht es dann weiter bergauf zum nächsten Cache (GC5P957), der sich am Rand eines kleinen Platzes befindet.
Wer glaubt, dass der Weg bis dahin schon steil war, wird schnell eines Besseren belehrt. Er wird noch steiler. Und bis zu nächsten „Pause“ (GC5P6EE) sind es noch 400m über Grund und 50m nach oben. Hier hat das ständige Zick und Zack erst einmal ein Ende. Die Steigung bleibt jedoch gleich. Kurz vor dem nächsten Cache (GC5P931) führt der Pfad durch eine schmale Rinne. Cacher sollten sich links der Rinne halten, um einfacher an ihr Ziel zu gelangen. Kurz danach wendet der Weg sich scharf nach rechts und führt danach, immer noch ansteigend, quer zum Hang.
tf16-0096Nach ca. 2200m seit dem Start am Parkplatz, kurz vor dem höchsten Punkt dieser Rundwanderung, befindet sich links vom Weg der nächste Cache (GC5P6F7). Mein GPS wollte mich immer nach rechts in die steile Schlucht (und mein Verderben) führen. Aber es besteht kein Grund für halsbrecherische Kletteraktionen. Der Cache ist bequem vom Weg aus zu erreichen. Leidlich erfahrene Cacher werden schnell eine große Stelle finden, die sich überhaupt nicht für einen Cache eignet. Direkt daneben befindet er sich.
Den schwierigen Teil haben wir jetzt geschafft. Von nun an geht es fast nur noch bergab und das nächste Ziel ist ein echter Rastplatz. Aber wie es sich für eine Cache-Tour gibt es auch hier einen kleinen Schatz zu finden (GC5P1D7).
Vom Rastplatz aus gehen wir nicht in die ursprüngliche Richtung weiter sondern wir biegen scharf rechts ab, so dass wir fast in die Richtung zurückgehen, aus der wir gekommen sind. „Normale“ Wanderer können dieser Forststraße bis zum Ausgangspunkt der Wanderung folgen. Cacher sind an einigen Stellen gezwungen, die Forststraße zu verlassen und schmaleren Pfaden zu folgen, wenn sie auch die anderen Caches (GC5P1RR, GC5P1W8, GC5P1XG, GC5P1YM und GC5P1ZZ) noch suchen wollen.
tf16-0086Als ich diese Runde gemacht habe, war es unten in La Victoria stark bewölkt, bei der Fahrt hinauf zum Rastplatz neblig und während der ganzen Wanderung strahlender Sonnenschein. Nur die Aussicht war etwas eingeschränkt. Von der Küste und vom Meer war nichts zu sehen. Das alles blieb unter einem Wolkenmeer verborgen. Man sollte sich also nicht von schlechtem Wetter am Urlaubsort abschrecken lassen. 1000m weiter oben kann das Wetter viel schöner (oder noch schlimmer) sein.
Zum Schluss noch die üblichen Warnungen. Die ist eine Gebirgswanderung. Ordentliche Schuhe mit gutem Profil und ausreichen Wasser sollten selbstverständlich sein. Eine warme Jacke gehört ebenfalls in den Rucksack und eine Regenjacke kann auch nicht schaden. Gerade an den Nordhängen der Berge ist auf den Kanarischen Inseln immer mit Regen und Nebel zu rechnen. Der normale Weg ist auch bei Nebel außer an zwei Stellen kaum zu verfehlen. Geocacher sollten aber bei zu starkem Nebel lieber auf die abseits liegenden Caches in der zweiten Hälfte der Tour verzichten (oder wenigstens den Track in ihrem GPS speichern und Ersatzbatterien dabei haben).
Der Track zum Download...

Montag, 25. April 2016

Rund um den Vulkan Chinyero

Der Chinyero ist der jüngste Vulkan auf Teneriffa, Sein Ausbruch liegt wenig mehr als 100 Jahre zurück (18. bis 27. 11. 1909). Der Vulkan liegt auf der Flanke des Teide und ist von dessen Gipfel ca. 10km entfernt. Auf einem gut ausgebauten, manchmal aber etwas steinigen Wanderweg kann man den etwa 60m hohen Kegel umrunden. Mit 6,5km und nur geringen Höhenunterschieden ist das eine leichte Wanderung in den Bergen Teneriffas. Dennoch sollte man sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Vernünftige Schuhe sind ein Muss. Wanderstiefel sind aber nicht unbedingt erforderlich. Wichtig ist eine stabile und profilierte Sohle. Es geht sogar mit Halbschuhen oder Sandalen, wenn deren Sohlen ein paar hundert Meter über scharfkantige Lava aushalten.

tf16-0017Die Wanderung beginnt an der Straße TF-38, die von Chio hinauf zum Teide führt, bei N28°17.064 W016°45.735. Wer Schilder lesen kann, sollte die Stelle aber auch ohne Sextant oder GPS finden. Von der Straße führt eine Piste zum Rundwanderweg Circular Chinyero. Nach dem Erreichen des Waldes gelangt man auf einen Platz. Dahinter sieht man die beiden Steinreihen, die den Wanderweg fast auf seiner gesamten Länge begrenzen. Hier muss man sich entscheiden – nach links, im Uhrzeigersinn, oder nach rechts, gegen den Uhrzeigersinn, um den Vulkan herum. Das Ziel, Entfernung und Höhenunterschied sind in beiden Fällen gleich.

Nach links geht es etwa 50m abwärts zum tiefsten Punkt des Wegs, dann 100m hinauf und zum Schluss noch einmal 50m abwärts zurück zum Ausgangspunkt. Nach rechts ist es genau umgekehrt. Ich habe mich gegen den Uhrzeigersinn entschieden, da ich so den Anstieg auf zwei Etappen verteilen konnte.

tf16-0022Der Weg ist weiß und gelb markiert. Abzweigungen, die man nicht nehmen sollte, sind mit einem X mit einem weißen und einem gelben Balken gekennzeichnet. Etwas Vorsicht ist bei Kreuzungen mit anderen Wanderwegen geboten, da auch diese gelb und weiß markiert sind. (Auf den Kanarischen Inseln sind alle lokalen Wanderwege gelb-weiß markiert.) An solchen Stellen weisen Schilder mit der Aufschrift Circular Chinyero den rechten Weg.

Der Weg führt zuerst durch den Wald bergan zum höchsten Punkt der Wanderung. Von dort hat man einen schönen Ausblick auf den Vulkankegel und seiner von Lava bedeckten Umgebung. Dann geht es auf einem relativ guten Pfad wieder abwärts, immer am Rand des Mal Pais entlang. Nach einiger Zeit erreicht man eine Wegkreuzung. Hier halten wir uns links ab, um in der Nähe des Vulkans zu bleiben.

tf16-0034Nach ca. 3,4km (vom Startpunkt an der Straße) erreichen wir den tiefsten Punkt des Wegs. Hier trifft der Pfad auf eine Piste. Wer noch etwas weiter gehen will, kann der Piste nach rechts folgen und einen Abstecher nach Arenas Negras machen. Der Rundwanderweg folgt der Piste jedoch knapp 100m nach links. Dann zweigt er links von der Piste ab. Jetzt beginnt der schwierigste Teil des Wegs. Der Weg ist jetzt steinig und führt teilweise steil bergauf bevor man sich wieder etwas erholen kann. Doch dann überquert der Weg einen Lavastrom des Chinyero. Spätestens da zeigt sich, ob die Schuhsohlen dieser sonst leichten Wanderung gewachsen sind.

tf16-0032Wer das Lava Feld nicht überqueren will und einen einfachen, aber weniger attraktiven Weg vorzieht, kann auch auf der Piste bleiben. Sie umgeht den Lavastrom und trifft auf der anderen Seite wieder auf den Rundweg.

Nach etwa 4,6km ist das Schlimmste überstanden. Der Weg erreicht wieder die Piste, der er wieder nach links folgt. Wer noch Lust dazu hat, kann hier einen Abstecher hinauf auf den Montaña de la Cruz machen und auf seinem Gipfel die Aussicht genießen.

Der markierte Rundwanderweg zweigt nach dem überqueren eines weiteren Lavastroms links von der Piste ab, verläuft dann parallel zu ihr und überquert sie dann noch einmal. Man kann aber auch bis zu dieser Kreuzung auf der Piste weitergehen. Beide Wege führen zum Ausgangspunkt der Wanderung zurück.

Track als KML-Datei herunterladen.

Samstag, 9. Juni 2012

Embalse de la Peña

Der Stausee liegt im Tal zwischen Vega de Río Palmas und Buen Paso. Man erreicht ihn wahlweise aufsteigend von Buen Paso oder bequem auf Wegen ohne großen Höhenunterschied von Vega de Río Palmas. In beiden Fällen kann ein Abstecher an diesen See mit einem Besuch der kleinen Kapelle Virgen de la Peña verbunden werden.

Wenn man sich dem See von unten nähern will, fährt man von Pájara in Richtung Ajuy. Etwa nach 3km auf der Straße nach Ajuy zweigt rechts die Straße nach Buen Paso ab. Dieser folgt man bis an ihr Ende. Kurz bevor die Straße auf einem kleinen Gehöft endet zweigt rechts ein holpriger Weg ab, der nach wenigen Metern auf einem Parkplatz endet. Von dort steigt man zu Fuß in das Tal hinab, überquert das ausgetrocknete Bachbett und folgt auf der anderen Seite dem Pfad, der in einem Bogen hinauf auf die andere Talseite führt. Nach vielleicht einer viertel Stunde erreicht man die kleine Kapelle, die sich etwas unterhalb des Pfads befindet. Der Weg führt dann weiter entlang einer alten Wasserleitung bis an den Fuß der Staumauer. Dort geht es steil bergauf zum See. Danach führt der Weg fast eben nach Vega de Río Palmas.

Wenn man sich von oben nähern will, fährt man von Pájara in Richtung Betancuria. In Vega de Río Palmas verlässt man die Hauptstraße nach links und fährt hinab in den Ort. Am Parkplatz in der Nähe der Bushaltestelle verlässt man das Auto und macht sich zu Fuß auf den Weg. Dazu hält man sich talabwärts gehend auf der rechten Seite des Tals, um dort auf den Pfad zu treffen, der zum See und dann am rechten Ufer zur Staumauer und schließlich zur Kapelle führt. Wer etwas weniger weit laufen möchte, fährt am Parkplatz einfach weiter bis die Straße irgendwann endet. Von hier führt ein Pfad an das linke Ufer des Sees und dort weiter bis zur Staumauer. Wenn der See nicht gerade überläuft, kann man das Tal auf der Dammkrone überqueren und dann auf der rechten Seite den Weg zur Kapelle oder zurück nach Vega de Río Palma fortsetzen.

Was mich in den 20 Jahren, in denen ich Fuerteventura mehr oder weniger regelmäßig besucht habe, irgendwie fasziniert hat, ist das ständig wechselnde Aussehen des Sees. Manchmal ist es wirklich ein schon von weitem erkennbarer See, der einmal sogar so voll war, dass sein Wasser über die Staumauer hinab ins Tal floss, und manchmal könnte man meinen, am Rand einer sorgfältig planierten Sandfläche zu stehen. Aber auch dann würde ich niemandem raten, diese Ebene zu überqueren.

Ab besten lässt sich das Aussehen des Sees bei einem Blick vom Mirador de la Peña an der Straße von Pájara nach Betancuria vergleichen.

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Freitag, 4. Mai 2012

Mietwagen

Einen Mietwagen auf Fuerteventura (oder einer anderen Insel) zu finden, ist mit Google eigentlich ganz einfach. Wenn man aber die Angebote vergleicht, dann stellt man sich die Frage, warum einige Vermieter so viel billiger sind als andere. Das hat natürlich verschiedene Gründe. Bei den großen, internationalen Vermietern zahlt man oft für den Namen. Die kleineren lokalen Vermieter sind meistens deutlich billiger. Aber auch hier gibt es noch große Preisunterschiede. Lange war der Preisunterschied durch den Umfang der Versicherung und der Selbstbeteiligung der Grund für diesen Unterschied. Aber inzwischen haben die Vermieter eine neue Falle gegraben.
Bisher war es üblich, dass man einen Wagen mit einer bestimmten Benzinmenge übernommen hat und ihn mit (ungefähr) der gleichen Menge wieder abgeben musste. War zu wenig Benzin im Tank, musste man die Differenz zahlen. Wenn dagegen zu viel Benzin im Tank war, ging man leer aus und der Vermieter lachte sich ins Fäustchen. Bei den seriösen Vermietern bekam man den Wagen deshalb grundsätzlich mit vollem Tank und so musste man ihn auch wieder abgeben. In den Angeboten im Internet nennt sich dieses Modell inzwischen „Full to Full“.
Die neue Masche ist ein Modell, dass sich „Full to Empty“ nennt. Man bekommt den Wagen mit vollem Tank und kann ihn leer wieder abgeben. Das hört sich erst einmal gut an und man wundert sich, dass ausgerechnet diese Angebote die billigeren sind. Warum das so ist, erfährt man im Kleingedruckten. Natürlich bekommt man nicht für den Sprit, der bei der Abgabe noch im Tank ist. Darüber freuen sich natürlich die Vermieter und so mancher Mieter findet das auch ganz OK, schließlich ist der Mietpreis ja deutlich niedriger als bei der Full to Full Konkurenz. Aber da ist ja noch das Kleingedruckte und darin steht, dass für die erste Tankfüllung eine zusätzliche Gebühr zu entrichten ist. Und diese Gebühr überschreitet den Wert des eingefüllten Kraftstoffs erheblich.
Also Augen auf bei der Mietwagenwahl – und nicht am falschen Ende sparen.